Laurin & Klement LW-Dreirad:


Als eine der ältesten heute noch produzierenden Automobilmarken blickt Skoda 2020 auf 125 Jahre zurück. Mit dem Mechaniker Václav Laurin und dem Buchhändler Václav Klement machten sich einst im Jahr 1895 in Mladá Boleslav zwei junge Unternehmer mit einer Reparaturwerkstatt für Fahrräder selbständig. Und 1886 folgten als Slavia eigene Fahrräder.

LW-Dreirad von Laurin & Klement

Skoda


1899 schließlich die ersten selbst konstruierten Motorräder, erst im Jahr 1905 kam der Voiturette A, das allererste Automobil des Unternehmens. Parallel wurde das kompakte LW-Dreirad gefertigt: Getrieben von einem 5 PS starken wassergekühlten Einzylinder beschleunigte das ca. 160 kg leichte Transportfahrzeug bis auf 40 km/h. Der Fahrer saß während der Fahrt auf einem Motorradsattel über der Hinterachse, nach vorn blickte man über die Köpfe der Passagiere oder das Verdeck des Laderaums, der bis zu 200 kg trug.

 

Im gleichen Jahr führte das tschechische Unternehmen mit dem CCCC seinen ersten Reihen-Vierzylinder ein und erweiterte seine Zweiräder um Modelle mit wassergekühlten Motoren, wie das einzylindrige Modell LW. Es basierte auf dem populärsten Modell L und trug wie all die anderen wassergekühlten Maschinen ein W für Water in der Typbezeichnung. Mit einem Hubraum von 600 ccm erreichte das LW eine Spitze von 70 km/h, fand aber zwischen 1903 und 1905 nur 10 Käufer: Mit zylinderförmigem Kühler, dessen Rippen den Rahmen auf der Höhe des Lenkkopflagers umspannten, war dieses Modell damaligen Kunden wohl zu kompliziert.

 

Erst bei den Dreirädern auf Basis des LW, die dieses Aggregat  vor dem kettengetriebenen Hinterrad trugen, kamen die Vorteile der Kühlung erst zur Geltung: Bei den Dreirädern behinderte die Sitzposition der Mitfahrer oder die Ladebox über der Vorderachse die Zufuhr von kühlender Luft. Weitere Hürde: Durch den Hubraum von 0,8 Litern stieg der Widerstand zum Anlassen des Triebwerks, das damals durch Anschieben gestartet wurde. Das Team um Václav Laurin entwickelte eine Leerlaufnabe und eine Kupplung. Ergebnis: Ein 2-Gang-Getriebe. So ließ sich der Motor im Stand starten. Diese Innovation machte die wendigen Nutzfahrzeuge von L&K für gewerbliche Fuhren attraktiv. Zur Wahl standen Motorräder mit Lastenbeiwagen oder Dreiräder, aus den bewährten Komponenten der LW. Eine Aufzeichnung aus der Zeit belegt, wie die Nutzfahrzeuge von L&K den Postboten halfen: Am 20. Juni 1906 gelang es dem Zusteller Kundert, in 58 Minuten 37 Prager Briefkästen zu leeren. Zu Fuß hätte es gut 2,5 Stunden gedauert. (ampnet/SW)

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