BMW M8 Competition: Stil und Power!


Dieser Bayer ist das Spitzenmodell einer neupositionierten Baureihe: Der M8, leistungsstärkstes Coupé im BMW-Programm und Nachfolger der schon legendären M6-Modelle. Bereits der reguläre 8er leistet als Basis im 840i satte 340 PS, die achtzylindrige Prestige-Variante M850i ist gar mit 530 PS angegeben.

BMW M8 Competition

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Es ist den Ingenieuren der M GmbH in Garching jedoch gelungen, noch einmal mit dem neuen M8 mehr zu bringen, der glatte 600 PS leistet, in der so genannten Competition-Variante sogar 625 PS. In Deutschland steht übrigens lediglich diese leistungsstärkere Variante in der Preisliste!

 

Der 4,4-Liter V8-Biturbo basiert auf dem Motor des M850i; während die Maximalleistung höher liegt, ist das Drehmoment mit 750 Nm identisch. Die Hinterachse des M8 Competition ist kürzer übersetzt als beim M850i; in beiden Fällen ist der sechste Gang der 8-Stufen-Automatik als direkter Gang ausgelegt. Das Klangbild ist beim M8 deutlich schärfer, wenngleich die immer anspruchsvolleren Schallemissions-Vorgaben im Vergleich zu früher Emotion drücken.

 

Die Fahrleistungen können sich jedenfalls sehen lassen: Der Sprint von null auf 100 km/h wird in nur 3,2 Sekunden absolviert, das immerhin 125 kg schwerere Cabriolet braucht nur eine Zehntelsekunde länger. Bei 250 km/h wird abgeregelt, für 2.450 Euro hebt BMW die Abregelschwelle auf 305 km/h an, jedoch erst nach 2.000 km Fahrleistung bei der Inspektion.

 

Die Kraftentfaltung stellt sich in der Praxis genauso brutal dar, wie es die Messwerte erahnen lassen. Um die Leistung sicher und unterhaltsam auf die Straße zu bringen, hat die M GmbH Fahrwerk und Konstruktion fast komplett überarbeitet. Der Antrieb ist steifer an die Karosserie gebunden, der Vorderachs-Sturz erhöht, die Hinterachse ist präziser geführt. Es gibt härtere Dämpfer, und die Bremsanlage lässt sich im Ansprechverhalten per Knopfdruck schärfen.

 

Der Allradantrieb wiederum ist für Drift-Einlagen abschaltbar; zudem gibt es einen Sport-Modus, der die Vorderachse mit Drehmoment versorgt, jedoch deutlich mehr Kraft nach hinten leitet als im Normal-Modus. Das alles sorgt für beste Reserven, aktive Sicherheit und mächtig Fahrspaß, vor allem auf abgesperrter Piste, wo der M8 Competition im Element ist.

 

Diese überlegenen Fahrleistungen korrespondieren mit der Optik: Die Designer haben beim M8 Competition besonders dick aufgetragen und die ohnehin schon aggressive Optik des 8er weiter akzentuiert, u.a. mit gewaltigen vorderen Lufteinlässen, 20 Zöllern auf Breitreifen der Serie 35 und einer mächtigen Abgasanlage. Die eindrucksvollen Kiemen hinter der Vorderachse besitzen allerdings lediglich dekorativen Charakter. Das Dach ist beim Coupé aus hochglänzendem Kohlefaser-Verbundstoff, eine matte Variante gibt es leider (noch) nicht. Beim Cabriolet gibt es ein elektrisch zu betätigendes Stoffdach, das im Vergleich zum Vorgänger die charakteristischen Kiemen verloren hat: Immerhin hier wirkt der 8er weniger zerklüftet als der 6er.

 

Auch das Interieur ist M8-spezifisch ausgeführt, u.a. mit eigenständigem Wählhebel, eigener Instrumentengraphik und Sportsitzen mit dem völlig neuartigen und anspruchsvoll wirkenden Muster. Platz ist übrigens auch hinten ausreichend vorhanden, wenngleich man keine Wunder erwarten darf: Die früh abfallende Dachlinie schränkt die Kopffreiheit etwas ein. Wer richtig Platz benötigt, es gibt auch ein M8 Competition Gran Coupé.

 

Mit dem M8 Competition hat die M GmbH erneut das Potential gezeigt, das im klassischen Sportwagen steckt; auf Autobahn und Rennstrecke werden Hybridfahrzeuge wie der BMW i8 verfrühstückt, bei durchaus zivilen Verbrauchswerten. Im EU-Zyklus konsumiert der neue Bayer nur etwas mehr als 10 Liter pro 100 km. Dieser Wert lässt sich in der Realität auch durchaus unterbieten...

 

Allerdings hat das ganze zunächst einmal seinen Preis: Stolze 168.000 Euro wechseln für einen M8 Competition den Besitzer, beim Cabriolet sind es nochmals 8.000 Euro mehr. Damit nähert sich das neue Modell bereits einem exotischen Preissegment, und rechtfertigt nicht zuletzt so die ganze Neupositionierung von der sportlichen 6 zur hohen 8. (ampnet/SW)

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