Kia X-Ceed: Die Vollendung der Familie!


Nein, doch kein weiteres SUV, das Kia in seiner europäischen Zentrale in Frankfurt unter dem Tuch hervorzaubert. Dennoch trägt der X-Ceed als Crossover natürlich die typischen Merkmale der trendigen Gattung, ohne die im Autogeschäft heute nichts mehr läuft: Also breite Karosse, hohe Bodenfreiheit, ebensolche Sitzposition und viel besserer Überblick.

Kia X-Ceed

Kia


Ohne Zweifel, mit der vierten und wohl letzten Variante der dritten Ceed-Generation gelingt den Südkoreanern ein optisches Pkw-Meisterstück!

 

Dazu tragen beim Kia X-Ceed vor allem das coupéhafte Design und die stimmigen Proportionen bei. Ins Auge fällt die relativ lange Motorhaube, die erst hinter den Vorderrädern scheinbar absolut ansatzlos in die A-Säulen übergeht. Entsprechend weit nach hinten rutscht die Kabine, die von einem schwungvollen gebogenem Dach samt Dachspoiler sowie hoher Abrisskante überspannt wird und im abfallenden Heck ausläuft...

 

Bei identischem Radstand von 2,65 m zu den übrigen Ceed-Modellen, streckt sich der 4,40 m lange Crossover in alle Dimensionen um etwas. So sind die Überhänge gegenüber der Schrägheckversion vorne um 25, hinten um 60 mm verlängert. Die Höhe wuchs um 50, die Breite um 26 mm. In der Kombination mit den schwarz beplankten Radhäusern und Seitenschwellern, dem angedeuteten Unterfahrschutz vorn und hinten sowie den bis zu 18 Zoll großen Alu-Rädern gibt das einen stämmigen wie sportlichen Auftritt. Für den Schritt zum SUV fehlt der Allradantrieb.

 

Die Technik übernimmt der X-Ceed selbstredend von den ausnahmslos frontgetriebenen Baureihen-Brüdern. Dazu zählen ebenso die Motoren, die beim Neuzugang ausschließlich mit Turboaufladung arbeiten. Die Benzin-Direkteinspritzer starten mit dem bekannten 1,0-Liter Dreizylinder mit 120 PS, gefolgt von 1,4-Liter mit 140 PS. Topversion ist der aus den GT-Modellen bekannte 1,6-Liter mit 204 PS, mit welchem der X-Ceed in nur 7,5 Sekunden auf Tempo 100 (Automatikversion) beschleunigen soll.

 

Als Diesel sorgt ein mit allen Abgasreinigungssystemen ausgestattetes 1,6-Liter Aggregat mit wahlweise 115 PS oder 136 PS für Vortrieb. Alle Motoren fahren serienmäßig mit 6-Gang-Schaltgetriebe. Mit Ausnahme der Einstiegsversion können aber alle gegen Aufpreis mit einer 7-Stufen-Doppelkupplung kombiniert werden. Start-Stopp und die Euro6d-Temp Abgasnorm sind Standard. Ab 2020 soll ein Plug-in-Hybrid folgen sowie verschiedene 48 Volt Mild-Hybrid für die gesamte Produktpalette bei Kia.

 

Auch das Interieur kann sich sehen lassen. Soft-Touch-Oberflächen und dunkle Chrom-Applikationen vermitteln hier ein gediegenes Ambiente. Absoluter Blickfang ist der freistehende 10,25 Zoll große Touchscreen des Infotainmentsystems, welcher aus der leicht zum Fahrer geneigten Mittelkonsole herausragt. Zusammen mit dem Navi lässt sich im X-Ceed erstmals „UVO Connect“ aufrufen, das die klassischen Telematik- und Servicefunktionen wie z.B. Echtzeit-Verkehrsinfos, lokale POI-Suche und nahegelegene Parkmöglichkeiten inkl. Preise sowie Platzverfügbarkeit anbietet. Neben dem Top-Navi mit Split-Screen-Monitor gibt es auch ein Audiosystem mit 8,2-Zoll-Touchscreen. Bluetooth- sowie Smartphone-Anbindung via Android Auto und apple Carplay gehören zum Standard.

 

Premiere im X-Ceed feiert außerdem das erste digitale Kombiinstrument von Kia. Darin glänzt der 12,3-Zoll große HD-Bildschirm mit 1.920x720 Pixeln Auflösung und einer gestochen scharfen Optik. Neben Tacho und Drehzahlmesser als Rundinstrumente bringt ein Multifunktionsdisplay nach Bedarf und Gusto Daten zu Fahrbetrieb, Navigation, Audio und Assistenzfunktionen. Die günstigeren Ausführungen werden sich mit den 3,5- oder 4,2-Zoll-Displays und analogen Rundinstrumenten begnügen.

 

Apropos Assistenzsysteme: Die ganze Schar an elektronischen Helfern erbt der Kia X-Ceed natürlich in dem Fall von seinen Baureihen-Brüdern.

 

Diese gewachsenen Dimensionen schaffen natürlich einiges an neuem Raum. Rein von den Maßen positioniert sich der X-Ceed zwischen Ceed und Sportage bei Kia. Dennoch bietet der Crossover im Interieur ähnlich viel Platz wie das kompakte SUV der Südkoreaner. Hinzu kommt der im Vergleich zum Ceed höhere Hüftpunkt auf allen Plätzen, der das Ein- und Austeigen deutlich bequemer macht. Und schließlich fasst der 426 Liter große Kofferraum bis zur Fensterunterkante 31 Liter mehr als der Ceed. Durch schnelles Umklappen der 3-geteilten (40:20:40) Rückbank wächst das max. Volumen auf 1378 Liter. Dazu noch ein verstellbarer Gepäckraumboden und eine sensorgesteuerte, elektrische Heckklappe.

 

Großtaten verspricht Kia sich vom „äußerst leistungsfähigen Fahrwerk“. Für den Spagat zwischen geräumigem Alltagsauto sowie sportlichem Crossover scheuchten die Ingenieure ihren Prototypen kreuz und quer durch Europa auf so viel verschiedene Straßenbeläge wie keinen Kia zuvor. Was dabei herausgekommen ist, wird erst der September klären.

 

Bis dahin werden die Marketingstrategen sicherlich auch geklärt haben, welche Ausstattungen es generell geben wird und wie die im Einzelnen bestückt sind. Dazu wollten die Südkoreaner beim ersten Aufschlag noch nichts sagen. Wohl aber, dass es zum Verkaufsstart am 21. September eine Launch Edition geben wird, welche bei der Premiere auf der Bühne stand. Bis zum Jahresende beinhaltet diese neben der exklusiv nur für den Kia X-Ceed vorbehaltenen Lackierung „Quantum Yellow“ schwarze Sitzbezüge und Türverkleidungen mit gelben Ziernähten sowie zudem ein Armaturenbrett, das schwarzglänzende und gelbe Elemente bindet.

 

Sicher ist im Moment nur: Die bekannte 7 Jahre-Garantie von Kia. Wenn der Preisaufschlag für den X-Ceed nicht allzu weit weg vom vergleichbar motorisierten 5-Türer (ab 19.090 Euro) liegen wird, kann die Konkurrenz schon mal grübeln, was man diesem Kia entgegensetzen will. (ampnet/SW)

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