VW mit Diesel für die Zukunft.


Der Diesel hat aktuell nicht den besten Ruf. Doch Markus Köhne, Diesel-Chefentwickler bei VW, sieht dessen Ende als maßlos übertrieben. „Der Diesel gehört zur Volkswagen-DNA. Wir sehen die große Beliebtheit der Antriebstechnik bei unseren Kunden, und immerhin sind 70 Prozent aller verkauften Passat mit diesem Motor ausgerüstet“.

VW Diesel

Volkswagen


Parallel zur Konzentration auf elektrische Antriebe haben die Entwickler in Wolfsburg einen neuen Selbstzünder entwickelt, der nach und nach in die Querplattform des gesamten VW-Konzerns eingeführt wird.

 

Der neue 2,0-Liter Antrieb (E288 Evo) mit 150 PS wird bereits im Passat seit der Modellpflege 2019 eingesetzt und treibt jetzt auch den Golf 8 an. In Zukunft wird der Motor nach und nach in weiteren Modellen eingesetzt werden. Das neue Aggregat nutzt eine neue Technik, bei der zusätzliche Katalysatoren im Unterboden eingesetzt werden, um Abgaswerte sowie Verbrauch zu verringern. Im Golf erreicht der Motor im Vergleich zum Vorgänger einen um 17 Prozent geringeren Verbrauch (3,7 Liter) und einen CO2-Ausstoß von 97 g/km nach NEFZ. Die doch realitätsnähere Messmethode WLTP kommt noch auf 119 g/km.

 

Um den Ausstoß der schädlichen Stickoxide zu reduzieren, entwickelte die Mannschaft um Markus Köhne das Twindosing, bei dem ein Trio aus Katalysatoren und ein Partikelfilter direkt kombiniert werden. Neben dem Oxydationskatalysator am Motor, der unverbrannte Kohlenwasserstoffe und das Kohlenmonoxid reduziert, und dem in Motornähe zur schnellen Aufheizung montierten Partikelfilter übernimmt ein SCR-Kat sowie ein Sperrkatalysator mit Adblue Dosiermodul im Unterboden die Arbeit mit den Abgasen. SCR-Katalysatoren benötigen hohe Temperaturen, um wirksam zu arbeiten. Allerdings nimmt deren Wirkung jenseits von 400 Grad wieder ab, sodass der unter dem Fahrzeugboden montierte Kat eingreift, wenn der Oxy-Kat an seine Reinigungsgrenzen kommt. „Dann schlägt die Stunde des Twindosings“, erklärt Markus Köhne. „Mit dem zweiten SCR-Katalysator im Boden können wir bei hoher Belastung und entsprechenden Temperaturen unser Abgasnachbehandlungssystem deutlich ausweiten“. Diese Verbesserung macht sich vor allem unter Belastung im realen Fahrbetrieb bemerkbar. Die Emissionen verringern sich dabei, erwiesen durch Testfahrten, um bis zu 53 Prozent. (ampnet/TX)

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