Beechcraft Plainsman:


Nach dem II. Weltkriegs stand der US-Flugzeugbauer Beechcraft ebenso wie die Konkurrenz vor einem Problem. Die Schlachten in Europa und rund um Japan waren geschlagen, der Konzern hatte nicht nur massive Kriegsgewinne eingefahren, zudem auch außergewöhnliche Fortschritte in der Flugzeugtechnik gemacht. Doch der Krieg war vorbei!

Beechcraft Plainsman

Beechcraft


Könnte nicht das neue Know-how auch in einem Auto funktionieren? Aus dieser Überlegung entstand der Prototyp Plainsman (Flachländer).

 

Nach Eintritt in den II. Weltkrieg hatte nur 2 Monate später auf Order aus Washington die Pkw-Produktion für zivile Kunden in Detroit aufgehört. Von den Montagebändern durften vom 1. Februar 1942 bis Kriegsende nur mehr Fahrzeuge für die militärische Rüstung rollen. Entsprechend war der Nachholbedarf schon ab Mitte der 1940iger Jahre.

 

Verständlich, dass Beechcraft auch von diesem Boom profitieren wollte. Der aus diesen Überlegungen entstandene Plainsman ähnelte stark den damals häufig projektierten Fahrzeugen für Straßen- und Luftverkehr: Der Wagen konnte nicht fliegen und hatte einen kleinen Benzin-Boxer aus einem Flugzeug. Der setzte einen Generator in Bewegung, dessen Strom ganze 4 E-Motoren an den einzelnen Rädern antrieb. Ganz genau soo etwas feiert heute unter der Bezeichnung Hybrid Wiedergeburt.

 

Der Plainsman sollte für mit einem für damalige Zeiten sensationellen Spritverbrauch von 7,8 Liter auf 100 km auskommen. Seine leichte und stromlinienförmige Aluminiumkarosserie brachte nur knapp 1.000 kg auf die Waage, die Höchstgeschwindigkeit gab Beechcraft mit 250 km/h an, was Ende der 1940iger Jahre in den USA, als es dort noch keine, den deutschen Autobahnen ähnliche Schnellstraßen gab, ein illusorischer Wert war. Zum Bremsen traten die Generatoren in Aktion, die dafür die Pole wechselten; aus Plus wurde Minus sowie umgekehrt.

 

Das Auto von damals ähnelte technisch dem heutigen Plug-in-Hybrid Chevrolet Volt von GM und verfügte über eine Reihe von Extras, die erst Jahre später Standard wurden. Der Innenraum hatte reichlich Polsterung und wurde ohne scharfkantige Ecken entworfen, für die Sicherheit.

 

Doch dann kam der „Kalte Krieg“ und Beechcraft erhielt Bestellungen für Flugzeuge, der Plainsman geriet dadurch in Vergessenheit. (ampnet/SW)

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