Bosch investiert eine Milliarde in Dresden.




Bosch hat mit rund einer Milliarde Euro die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte getätigt. Die Investition in das Waferlab in Dresden soll den Ausbau der Fertigung von Halbleitern aus Siliziumkarbid künftig beschleunigen. Die ersten Mitarbeiter sollen schon im Frühjahr 2020 ihre Tätigkeit aufnehmen. Bosch will den Standort CO2-neutral betreiben.

 

Die in einem 14-wöchigen Prozess hergestellten Halbleiter eignen sich primär für die Leistungselektronik von E-Autos. Die Reichweite soll sich durch geringere Wärmeverluste um 6 Prozent erhöhen. Zukünftig sollen Siliziumkarbid-Halbleiter weitere Einsparpotenziale bereithalten: Durch die um 50 Prozent geringeren Wärmeverluste der Chips und weil diese zudem bei deutlich höheren Betriebstemperaturen arbeiteten, könne die Kühlung der Antriebskomponenten reduziert werden.

 

Diese Generation der Halbleiterchips produziert Bosch im 40 km südlich von Stuttgart gelegenen Werk Reutlingen. Dort fertigt das Unternehmen bereits seit Jahrzehnten täglich mehrere Millionen Mikrochips. (ampnet/TX)

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