Bugatti Divo:


Ein Neuwagen mit einem Listenpreis von 5 Millionen Euro und noch eine Studie für ein elektrisches Superauto verlangen bei ihrer Präsentation nach einem adäquaten Ort. Dafür gilt etwa der Rasen der Lokalität „The Quail Lodge & Golf Club“ an der kalifornischen Pazifikküste als gerade gut genug. Gut genug für den Bugatti Divo sowie den Audi PB18 e-Tron!

Bugatti Divo

Bugatti


Konzept und Design weckten das Interesse der hauptsächlich Austern schlürfenden und am Champagnerglas nippenden Besucher, die allein für den Eintritt richtig zur Kasse gebeten wurden. Zum Audi bemerkte Gael Buzyn, der Leiter des Audi Design Loft in Malibu: „Wir wollen ein Erlebnis schaffen, wie man es sonst nur in einem Rennwagen bekommt“.

 

Die Studie nutzt drei starke E-Maschinen. Sie geben eine Leistung von bis zu 204 PS an die Vorderachse und 476 PS an die Hinterachse. Beim Boosten könnte der Fahrer kurzzeitig sogar bis zu 775 PS abrufen. Das gemeinsame Drehmoment von bis zu 830 Nm wäre wohl für den Sprint von 0 auf 100 km/h in kaum mehr als 2 Sekunden ausreichen. Wäre es.

 

Das Design des Audis folgt der klassischen Architektur von Mittelmotor-Sportwagen mit weit vorne positionierter Kabine. Der Schwerpunkt des Fahrzeugs liegt hinter den Sitzen, vor der Hinterachse: Dieses Konzept erinnert an die von Ferdinand Porsche vor dem II. Weltkrieg entwickelten Auto Union-Rennwagen. Dabei handelt es sich jedoch nicht, wie beim konventionell angetriebenen Automobil, um die Motor-Getriebe-Einheit, die das Gewicht ausmacht, sondern um das Batteriepaket. Ein Mix aus Aluminium, Karbon und Multimaterial-Verbundstoffen sorgt hier für ein niedriges Grundgewicht. Dank der vergleichsweise leichten Festkörper-Batterie ist ein Gesamtgewicht von unter 1.550 kg zu erwarten. Laut Audi hat die flüssigkeitsgekühlte Festkörperbatterie einen Energieinhalt von 95 kWh. Die Vollladung sorge für mehr als 500 km Reichweite im WLTP-Zyklus, heißt es. Der Audi PB18 e-Tron ist dabei bereits für das Laden mit einer Spannung von 800 Volt ausgelegt. Auf diese Weise ließe sich die Batterie in rund 15 Minuten wieder voll aufladen. Die Kosten stehen jedoch in den Sternen. Aber schließlich handelt es sich beim PB18 nur um ein Show-Fahrzeug. Anders sieht es beim Bugatti Divo aus. Der kostet ca. 5 Millionen Euro. Die Mehrwertsteuer kommt noch oben drauf.

 

Mit dem Divo entwickelte die Luxusmarke einen Supersportwagen, der auf Agilität, Wendigkeit sowie optimale Handling-Performance getrimmt wurde. „Als ich Anfang dieses Jahres mein Amt bei Bugatti antrat, lernte ich schnell, dass unsere Kunden und Fans auf ein spezielles Fahrzeug warten, das parallel zum Chiron eine weitere Geschichte für die Marke erzählt“, sagte Stephan Winkelmann, Präsident von Bugatti Automobiles S.A.S. Jetzt also hat das Warten für die übersichtliche Schar ein Ende…

 

Pate ist Albert Divo, ein französischer Rennfahrer, welcher in den späten 1920igern für Bugatti zweimal das berühmte Bergstraßenrennen Targa Florio auf Sizilien gewinnen konnte. Das Auto ist zwar langsamer als der Chiron, auf dem es basiert, und schafft nur 380 km/h. Aber in Kurven soll es viel besser sein, dass der Divo auf der kreisförmigen Pista di Nardò in der italienischen Region Apulien pro Runde immerhin rund 8 Sekunden schneller als der Chiron war. Dafür ist der Divo doppelt so teuer. (ampnet/SW)

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