Bugatti testet Bremssattel vom 3D-Drucker.




Bugatti hat einen Bremssattel konzipiert, der per 3D-Druck hergestellt wird. Die Fahrversuche für den Serieneinsatz des 3D-Titan-Bremssattels werden noch in der ersten Hälfte dieses Jahres starten. Während für die Schichtbauweise von Fahrzeugteilen bislang hauptsächlich Aluminium verwendet wurde, wird hier Titan benutzt.

 

Die neue Bugatti-Bremse ist das weltweit größte im 3D-Druckverfahren gefertigte Funktionsbauteil aus Titan. Gelungen ist dieser Erfolg in enger Zusammenarbeit mit dem in Hamburg ansässigen Laser Zentrum Nord, das seit 2018 zur Fraunhofer-Gesellschaft gehört.

 

Es dauert insgesamt 45 Stunden, um einen Bremssattel zu drucken. In dieser Zeit wird Titanpulver Schicht für Schicht aufgetragen. Mit jeder Schicht schmelzen die vier Laser dieses Titanpulver der vorgegebenen Form des Bremssattels entsprechend auf. Das Material erkaltet sofort, der Bremssattel nimmt hierbei Gestalt an.

 

Exakt 2.213 Titanpulverschichten sind erforderlich.

 

Nach der Fertigstellung der letzten Schicht wird das verbliebene nicht aufgeschmolzene Titanpulver aus der Baukammer entfernt und in einem geschlossenen Prozess für die Wiederverwendung gereinigt und dann im Anschluss aufbewahrt. Übrig bleibt allein der Bremssattel, inkl. einer Stützstruktur, die das so gewonnene Bauteil weiterhin in der Form hält, bis es eine stabilisierende Wärmebehandlung absolviert und auf diese Weise seine Endfestigkeit erreicht hat... (ampnet/TX)

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