Cadillac V-Serie:


Mit den neuen Modellen CT4-V und CT5-V läutet Cadillac eine neue Ära von seinen V-Modellen ein, die vorerst etwas bescheidener auftreten als ihre Vorgänger: Die unmittelbar bevorstehende Zukunft zielt auf die M-Modelle von BMW, die Einstiegsmodelle von Mercedes-AMG und die S-Typen von Audi ab.

Cadillac V-Serie

GM


Der kommende CT4-V leistet 320 PS aus einem 2,7-Liter Vierzylinder-Turbo, der CT5-V bringt es mit seinem 3,0-Liter V6-Biturbo auf 355 PS. Und der CT6-V, der bereits im Herbst gezeigt wurde, leistet 550 PS aus dem „Blackwing“ 4,2-Liter V8-Biturbo. Die aktuellen Boliden ATS-V (470 PS, 3,6-Liter V6-Biturbo) und CTS-V (649 PS, 6,2-Liter Kompressor-V8) laufen aus. Doch es wird vom CT4-V und CT5-V auch leistungsstärkere Versionen geben, wenn auch aktuell unklar ist, ob sie das Niveau der Vorgänger erreichen werden.

 

2 Jahre lang arbeitete das Special Vehicle Performance Team von GM am ersten V-Modell von Cadillac, im Jahre 2004 war es soweit: Der erste CTS-V erblickte das Licht der Welt, im hart gezeichneten Look der ersten CTS-Generation, jedoch bereits mit den V-typischen Ingredienzen wie dem wabenförmigen Kühlgitter. Der erste CTS-V war nur mit 6-Gang-Handschaltung lieferbar, für Vortrieb sorgte der drehmomentstarke LS-V8 aus der Corvette, zunächst mit 5,7 und später mit 6,0 Litern. Ergebnis damals: Sehr schnell, faszinierend im Klang, viel weniger filigran als die deutsche Konkurrenz.

 

Beim großen STS, der in China übrigens noch eine längere Karriere als SLS führen sollte, ging Cadillac auf Nummer Sicher. Doch die Spitze, der STS-V, präsentierte sich als echter Wolf im Schafspelz: Hier arbeitete unter der Motorhaube ein per Kompressor aufgeladener, 469 PS starker 4,4-Liter V8 der Northstar-Serie.

 

Der XLR, ein 2-sitziges Klappdach-Cabrio auf der Plattform der Corvette, kam 2003 auf den Markt, 2005 folgte die V-Variante mit dem 4,4-Liter Kompressor-V8 aus dem STS-V. Die Instrumentierung wurde geziert von jenem Bulgari-Logo.

 

Einen Sprung vollzog Cadillac 2009 mit der neuen Generation des CTS-V, die nunmehr von einem 564 PS 6,2-Liter V8-Motor getrieben wurde, unterstützt von einem Eaton-TVS-Kompressor. Damit befand sich dieser CTS nicht nur auf Augenhöhe mit der deutschen Konkurrenz, dieser Ami übertraf sie zum Teil sogar. Mit Schaltgetriebe, damals eine Seltenheit, erreicht der Wagen stolze 308 km/h; die optionale Automatik ließ jedoch die Spitze auf 282 km/h absinken. Neben der Limousine gab es einen so ungewöhnlich wie attraktiv gezeichneten Kombi, und außerdem noch ein Coupé von einer triumphalen Glätte.

 

Im April 2015 wurde der ATS-V auf der texanischen Cota-Rennstrecke präsentiert: Mit einer Spitze von 304 km/h, die im 7. von 8 Gängen der GM-Hydramatic erreicht werden. Alle Konkurrenzmodelle regeln vorher ab. Unter der Haube arbeitet ein 3,6-Liter V6-Motor, welcher hier von Turboladern auf 470 PS gebracht wird. Diese Entfaltungen sind explosiv, die deutsche Konkurrenz kann es nicht besser... Und es gibt alternativ eine Handschaltung: Perfekt.

 

Mit 649 PS Leistung aus einem per Kompressor zwangsbeatmeten 6,2-Liter V8-Motor zeigt der aktuelle CTS-V der deutschen Konkurrenz nur noch seinen Kohlefaser-Diffusor: 320 km/h Vmax. Die dritte Generation steht auf der Alpha-Plattform, das Handling ist ideal, die Quer- und die Längsdynamik unübertroffen. Der CTS-V ist der aktuelle Höhepunkt der V-Idee. Nur noch als „Final Edition“. (ampnet/SW)

Formel 1

Leclerc mit starken Nerven, Sieg mit Beigeschmack.

Fernando Alonso war in der Saison 2010 der letzte Sieger für Ferrari in Monza. Ausgerechnet beim positiv brodelnden Heimspiel mussten die roten Boliden in den letzten Jahren einige harte Niederlagen verbuchen. Doch in...

Prognose