Der fliegende Holländer.




Der Traum vom Fliegen ist mindestens so alt wie das Automobil, und die Idee die beiden Mobilitätsformen zu vereinen gehören zu den ständigen Begleitern der mobilen Gesellschaft. Bisher waren die meisten Versuche entweder weit von der Praxis entfernt, zu sperrig und wurden am Ende schlicht weder den Ansprüchen der Piloten oder der Chauffeure gerecht.

 

Aus den Niederlanden kommt das Flugauto PAL-V Liberty, das in den nächsten 2 Jahren auf dem Markt landen soll. „Wir haben schon mit dem Zertifizierungsprozess begonnen, und vielleicht heben wir auch schon 2019 ab“, erklärt Dr. Markus G. Hess, Marketing- und Vertriebschef von PAL-V auf dem Genfer Automobilsalon (bis 18.3.2018). An der Firma ist u.a. die niederländische Regierung beteiligt.

 

So ganz geht der Traum vom fliegenden Auto, das eben mal den Stau auf der Autobahn überfliegt, dann aber doch nicht in Erfüllung. „Landen und Starten ist nur auf Flugplätzen erlaubt, doch davon gibt es allein in Deutschland rund 700 Anlagen“, so Dr. Markus G. Hess zu der aktuellen Gesetzeslage. Allerdings kann der Pilot durchaus Staus umfliegen. Das Navi ist um eine Funktion erweitert, die neben den Staumeldungen auch immer sofort den Weg zum nächst gelegenen Flugplatz gleich ausweist.

 

Wer dieses Gefährt fahren oder fliegen darf, bestimmt die Flugaufsicht. Neben dem Führerschein benötigt der künftige Pilot auch eine Privat-Pilotenlizenz. Zudem ist die aktuelle Version ausschließlich für Sichtflug ausgelegt. Die Reichweite liegt bei 400 km bei voller Belegung. Allein, nur Pilot, wächst die Reichweite auf 500 km.

 

Liberty ist für max. 2 Personen ausgelegt, denen aber nur ein geringer Stauraum zur Verfügung steht. Im Gegensatz zu anderen Versuchen, mit dem Auto in die Luft zu gehen, eignet sich das Gefährt zum Shopping-Ausflug in die City. Trotz des Layouts kann man sich mit dem Flugauto in Parkhäuser wagen. Am Boden kommt das niederländische Leichtgewicht (650 kg) auf max. 170 km/h. Den Antrieb übernehmen Rotax-Motoren.

 

Im Flugmodus ähnelt Liberty mehr einem Hubschrauber. Tatsächlich ist Liberty ein klassischer Gyrocopter, der nur einen geringen Platzbedarf für Start und Landen benötigt und sich zudem, so der Hersteller, in der Luft wesentlich ruhiger verhält ein klassisches Tragflächen-Flugzeug. Die Fluggeschwindigkeit liegt zwischen 50 km/h und 180 km/h. Der Preis? Nur zwischen 299.000 und 499.000 Euro... (ampnet/TX)

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