Ein Porsche zum Sparen.


Wenn in einer PK betont wird, wie hochemotional ein neues Auto sei, dann liegt der Verdacht nahe, dass es in Wahrheit an Emotionalität eher mangelt. In der Tat ist der Cayenne E-Hybrid, den Porsche in Montpellier vorgestellt hat, aus Sicht von Puristen kein unproblematisches Auto: Ein SUV und ein Plug-in-Hybrid. Etwas sehr weit entfernt vom Marken-Kern!

Porsche Cayenne E-Hybrid

Porsche hat bei diesem Modell einigen Aufwand betrieben: Herzstück ist der gemeinsam mit Audi entwickelte 3,0-Liter V6-Turbo, im Wandler sitzt ein E-Motor. Damit kann der Cayenne E-Hybrid eine Gesamtleistung von 462 PS vorweisen; das Systemdrehmoment liegt bei stolzen 700 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert trotz fast 2,4 Tonnen Leergewicht nur 5 Sekunden, die Spitze liegt bei 253 km/h. Das ist übrigens weniger als der Cayenne S, der ohne Hybridisierung auskommt und trotz einer geringeren Spitzenleistung (440 PS) 265 km/h erreicht.

 

Aber es geht beim Hybrid ja auch ums Sparen. Hier kann der Cayenne E-Hybrid mit einem Zyklusverbrauch von 3,2 Litern pro 100 Kilometer punkten. Derartige Verbrauchswerte lassen sich allerdings nur erreichen, wenn sich der Fahrer auf kurze Strecken beschränkt und den SUV oft an Steckdose oder Ladesäule auflädt. Ansonsten klettern die Werte schnell.

 

Gut 40 Kilometer lassen sich rein elektrisch zurücklegen, und mit 135 km/h lässt sich in diesem Modus sogar die Autobahnrichtgeschwindigkeit überschreiten. Im Hybrid-Modus assistiert der E-Antrieb sehr harmonisch und schaltet sich unauffällig an und ab, und zwar nicht erst beim Abrufen hoher Leistung. Am Display lassen sich Energieströme verstehen. Das „Inno-Drive“-System gewährleistet die harmonischste und sparsamste Strategie. Hierfür werden Daten von Radar und Navi-System immer über die nächsten 3 Kilometer nur vorausschauend genutzt.

 

Fahrwerk und Lenkung sind in allen Fahrmodi präzise und hervorragend abgestimmt, wobei es laut Porsche eine besondere Herausforderung war, die Spreizung und unterschiedlichen Charaktere der Fahrmodi in Kombination mit einem Hybrid darzustellen. Nur beim Bremsen wird der Hybridantrieb übrigens spürbar; der Charakter verändert sich durch die Rekuperation. Das Relais am Pedal ist als Klacken vernehmlich hörbar.

 

Ergebnis der ersten Ausfahrt: Dieser Porsche ist ein gutes, sportliches SUV, aber eben doch nicht unbedingt hochemotional... (ampnet/TX)

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