Ein Van für alle Fälle.




Sie sind die Automobil gewordene Antwort auf das legendäre Schweizer Offiziersmesser. Hochdach-Kombis bewähren sich sowohl im Handwerk als auch bei Familien oder bei Hobbysportlern. Nachdem die Gattung der klassischen Familien-Vans zunehmender von den SUV verdrängt wird, fährt der Caddy wieder in die Lücke.

 

Die bereits fünfte Generation des Volkswagen Caddy basiert zum ersten Mal auf der Golf-Plattform, was bei den Pkw-Versionen ein völlig neues Fahrgefühl entstehen lässt. Zusammen mit dem Design, entsteht erst gar nicht der Eindruck, dass die Pkw-Modelle einst ein Lieferwagen waren.

 

Der neue Caddy profitiert von der Umstellung auf die neue Plattform u.a. durch den auf 2,75 m gewachsenen Radstand, der zusätzlichen Raum schafft, sodass nun bis zu 7 Personen in dem luftigen Innenraum Platz finden. Dabei verschwindet allerdings der Kofferraum weitgehend. Ein 1,4 m² großes Glasdach erhellt zusätzlich die Atmosphäre und Elemente wie Ambientebeleuchtung sowie das schlüssellose Start-/Schließsystem verbreiten gar einen gewissen Luxus.

 

Auch bei den Assistenzsystemen setzt Volkswagen Nutzfahrzeuge auf Wachstum und spendiert dem Caddy 19 Systeme, mit kleinen Debüts. Der Travel Assist z.B. ermöglicht unterstütztes Fahren in allen Tempi. Es hilft hierbei das mit neuer Sensorik ausgerüstete Lenkrad. Zusätzlich unterstützt ein Abbiegeassistent den Fahrer, um Unfälle beim Kreuzen der Gegenfahrbahn zu verhindern. Zum ersten Mal in diesem Segment kommt ein Anhänger-Rangierassistent zum Einsatz, wie beim Crafter...

 

Bereits 2021 bringt Volkswagen Nutzfahrzeuge eine Reisemobil-Variante auf den Markt. Der Caddy California kommt mit einer gegen Aufpreis lieferbaren Miniküche, Panoramaglasdach und einem neu entwickelten Zelt zu den Kunden. Die Preisliste wird/soll, erklärt ein Markensprecher, „bei weniger als 30.000 Euro beginnen“.

 

Der Diesel-Anteil ist in diesem Segment besonders hoch, und deshalb kommt das bisher den Pkw vorbehaltene Twin-Dosing-Verfahren nun auch beim Caddy zum Einsatz. Dabei verfeinert eine ganze Batterie von Katalysatoren und eine doppelte AdBlue-Einspritzung die Abgasbilanz des Familien-Transporters. Zur Wahl stehen drei Leistungsstufen des 2,0-Liter TDI-Antriebs, die 75 PS, 102 PS oder 122 PS leisten. Daneben stehen noch ein Turbobenziner mit 114 PS sowie später ein Plug-in zur Wahl. „Die Plug-in-Version wird in 3 Jahren auf den Markt kommen“, so Marketing-Vorstand Heinz Jürgen Löw. Ein aufgeladener Erdgas-Motor mit 130 PS rundet dieses Angebot ab. „Auf eine vollelektrische Variante haben wir verzichtet, weil wir im Jahr 2022 mit dem ID Bus auf den Markt kommen werden“, beschreibt Heinz Jürgen Löw die Antriebstrategie hier.

 

Im (riesigen) Innenraum kann der VW Caddy seine Herkunft aus dem Nutzfahrzeugbereich nicht komplett verheimlichen. Leicht zu pflegendes Hartplastik dominiert, ist aber so verarbeitet, dass durchaus ein wertiger Eindruck entsteht. Die Sitze bieten sehr guten Seitenhalt. Dämpfung und Federung lassen erst gar nicht den Eindruck entstehen, dass der Caddy auch als Nutzfahrzeug konzipiert worden ist.

 

Als Kraftübertragung kommt als Standard bei den starken TDI-Motoren eine manuelle 6-Gang-Schaltung zum Einsatz, als Option ist ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe lieferbar. Der Fahrer findet eine aufgeräumte Instrumentensammlung vor und über den zentralen Bildschirm können die wichtigsten Einstellungen gesteuert werden. In Fahrt, zeigt sich der Caddy von seiner problemlosen Seite. Auch beim Fahrverhalten profitiert dieser Familien-Van von der Golf-Plattform und meistert die Aufgaben souverän. Allerdings machen sich jenseits der Marke von 130 km/h trotz des auf 0,30 verbesserten cw-Wertes kleine Windgeräusche bemerkbar.

 

Die neu entwickelte Hinterachse verbessert den Fahrkomfort deutlich und nach wenigen Kilometern zeigt sich der Caddy als echte Alternative. Im Gepäckabteil können auch Utensilien für längere Urlaubsfahrten gut verstaut werden und alle Freizeitsportler finden dort ausreichend Platz für ihre Sportgeräte. Die Preisliste für den VW Caddy beginnt bei 29.331 Euro für die Variante mit dem nur 102 PS starken TDI-Aggregat. (ampnet/TX)

Formel 1

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