Honda Jazz: Na also, es geht!


Warum sieht man den Kleinwagen Honda Jazz so selten? Obwohl er in der Verkaufsstatistik der japanischen Marke bei uns weit vorne rangiert und fast 1/4 des Absatzes ausmacht, kommt er übers Jahr betrachtet nur auf knapp 5.000 Einheiten. Dabei ist dieser 4,00 Meter lange 4-Türer mit Heckklappe ein prickelndes Angebot.

Honda Jazz

Zumal der Honda Jazz jetzt eine optische Überarbeitung und vor allem einen 1,5-Liter Vierzylindermotor mit 130 PS Leistung bekommt. 19.990 Euro ruft Honda für das kleine Raumwunder auf, allerdings gibt es dafür gleich die Dynamic-Version, die durchaus sportliche Gene aufweist.

 

Allen Jazz-Modellen geben die neuen Stoßfänger vorne mit Frontsplitter und hinten mit 3-teiligem Diffuser mehr Schwung, die Dynamic-Variante bekommt zudem LED-Licht sowie rote Zierstreifen vorn und hinten. Die GTI-Modelle von VW lassen grüßen. Ohnehin spielt dieser Jazz mit bei der Musik. Ist der kleine Japaner doch mit einem Leergewicht von 1.104 kg lediglich 34 kg schwerer als der jüngst vorgestellte VW Up! GTI, bietet jedoch dank seiner mehr Länge deutlich bessere Ladekapazitäten und obendrein noch 15 PS mehr Leistung.

 

Zur Rakete der Landstraße wird der Jazz jedoch auch in der erstarkten Version nicht. Zwar reicht der Antritt für flottes Vorankommen, im oberen Drehzahlbereich klingt die Maschine aber doch recht angestrengt und grenzwertig belastet. Wer es eilig hat, schießt außerdem weit über das Verbrauchsziel hinaus, der Normkonsum ist ohnehin mit 5,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer kein Zeugnis von Askese. Wenigstens ist der Vorrat ordentlich bemessen, 40 Liter passen in den Tank. Serienmäßig ist ein leicht zu schaltendes 6-Gang-Getriebe, für 1.300 Euro Aufpreis ist ein stufenloses Automatikgetriebe im Angebot, welches den Verbrauch nach Norm auf 5,4 Liter senkt, dafür aber auch den Beschleunigungswert von 0 auf 100 km/h um 1,3 auf runde 10,0 Sekunden deutlich verlängert.

 

Lenkung und Bremsen passen zu dem dynamischeren Anspruch, recht engagiert lässt sich der leichte Jazz auf der Landstraße bewegen. In der Stadt erfreut die übersichtliche Karosserie, die Federung genügt jedoch nicht jedem Komfortanspruch. Bei schlechter Wegstrecke rumpelt der kleine Honda über die Unebenheiten und verliert dabei viel von seiner Niedlichkeit. Dafür werden die Mitfahrer von dem überdurchschnittlichen Raum in allen Dimensionen verwöhnt.

 

Der Honda Jazz bleibt so auch nach der turnusgemäßen Auffrischung ein Raumfahrzeug. Das clevere Sitzkonzept erlaubt es, den Innenraum den unterschiedlichsten Transportaufgaben anzupassen. Die Sitze der Rückbank lassen sich entweder, wie üblich, nach vorn klappen, worauf eine ebene Ladefläche entsteht und das Kofferraumvolumen von 354 auf starke 1.314 Liter steigt. Oder man klappt die Sitzfläche wie bei einem Kinosessel nach oben, der Fußraum eignet sich dann, um Ladegut von rund 1,50 Metern Höhe problemlos zu befördern. Die Yucca-Palme oder der Ficus Benjamini können aufrecht stehend transportiert werden. Die Lehne des Beifahrersitzes lässt sich hier ebenfalls nach vorne oder nach hinten umklappen. Der Jazz hält damit seine Alleinstellung am Markt.

 

Der Preis ist wohl der wesentliche Grund, warum Hondas Kleinwagen nicht mehr Freunde findet. Vor allem ältere Kunden würden sich für den variablen Mini entscheiden, und die verfügen in der Regel über größere finanzielle Reserven als Neueinsteiger. Es sind die vielen Extras, die den Jazz zumindest auf den ersten Blick teurer machen, dabei sind Dinge wie beispielsweise Lichtsensor, Einparkhilfe, das clevere Sitzkonzept, Verkehrszeichenerkennung und Antikollisionsbremse bei der Dynamic-Version schon serienmäßig mit an Bord. Wer genau hinschaut, lernt die Begrifflichkeiten teuer und preiswert zu unterscheiden. Und der Honda Jazz entspricht wohl eher letzterem Attribut. (ampnet/SW)

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