La Strada Nova EB:


Die Stuttgarter Urlaubsmesse CMT, diesen Januar, nutzte die hessische Reisemobilmanufaktur La Strada als Premierenbühne für die Neuauflage des teilintegrierten Campers Nova. Das rund 7,00 m lange Edelmobil rollt auf Basis eines Mercedes-Benz Sprinter mit Hinterradantrieb, der Diesel leistet 163 PS.

La Strada Nova EB

La Strada


Der Grundriss mit seinen zwei längs eingebauten Einzelbetten im Heck, Waschraum, Küche und L-Sitzgruppe ist konsequent auf zwei Personen zugeschnitten. In den Handel kommt der Nova EB schon im Februar, der Basispreis liegt bei 107.500 Euro.

 

La Strada, man nennt sich selbst Manufaktur für Kompakt-Reisemobile, hat dem Nova einen fast nahtlosen Monocoque-Aufbau spendiert. Die Flächen sind sehr glatt, Scharniere und Türgriffe und Verschlussknebel sind weitgehend verschwunden. Befestigt werden Türen und Klappen an inneliegenden Scharnieren, als Verriegelungen dienen „Push-to-open-Schlösser“, bei denen ein Druck auf die Klappe zum Öffnen genügt. Die Tür zum Gaskasten und die Serviceöffnung der Kassettentoilette werden per Fernentriegelung von innen entriegelt. Allein die Größe überrascht, der La Strada Nova EB ist das längste Mobil, das je im Werk (Echzell) gebaut wurde.

 

Der GFK-Aufbau gefällt mir geraden, schnörkellosen Linien und einem zurückhaltend sachlichen Dekor. Selbst die Kühlschranklüftungsgitter, bei vielen Mobilen ein designstörendes Element, werden beim Nova in Wagenfarbe lackiert. Die Isolationswerte der GFK-Bauweise sind stark, ihre Strukturen gewichtsparend.

 

Wegen der umfangreichen Komfortausstattung kommt das Mobil auf satte 3.390 kg Leergewicht. Serienmäßig werden 4,1 t als zulässige Gesamtmasse gestattet, das genügt für satte 710 kg Zuladung. In die von beiden Seiten aus zugängigen Heckgarage passen zwei Fahrräder, hier sitzt auch die Stromversorgung, auf Wunsch mit Lithium-Batterien (Brennstoffzelle).

 

Den ganzen Innenraum prägen die von La Strada gewohnten, exklusiven Möbeldekors. 120 verschiedene Wand- und Klappen-Farben, Sitzbezüge und Ledertönungen sowie variantenreiche Verkleidungen des kompletten Dachhimmels und der Möbelfronten erlauben eine kaum überschaubare Anzahl von Variationsmöglichkeiten.

 

Neu ist die Ausstattung mit weißen Möbeln und grauen Klappendekoren. Der Kompressorkühlschrank der Küche mit 90 Liter gehört ebenso zur Serienausstattung wie die rechteckige Edelstahlspüle und ein Gasherd mit zwei Kochstellen. Beheizte Frisch- und Abwassertanks (100/90 Liter) sind Standard.

 

Die 200 x 80 cm großen Einzelbetten im Heck laden mit komfortablen Kaltschaummatratzen zur Nachtruhe ein, sie liegen auf nachgiebigen Tellerfederelementen. Bei Bedarf kann der Raum zwischen den beiden Betten mit einem Schaumstoffriegel verschlossen werden. Unter dem Bett finden sich Staumöglichkeiten.

 

Im Waschraum bringt ein Klappwaschbecken Platz, der beim Nutzen der Kassettentoilette ebenso nützlich wie beim Duschen ist. Eine Abtrennung in Plexiglas hält während der Brause die übrige Einrichtung trocken, die Warmwasserbereitung übernimmt immer die Truma Kombiheizung. Neu ist ein Ventilator in der Dachluke des Sanitärabteils, der für angenehmes Klima hier sorgt.

 

Optional gibt es den Nova mit einem 190 PS starken Diesel, der kostet ca. 4.000 Euro Aufpreis. Für weniger Geld gibt es die 7-stufige Automatik (2.600 Euro), für den Allradantrieb sind dann aber schon satte 13.700 Euro fällig. Anhängen darf der La Strada Nova EB 2.500 kg, das erlaubte Zuggewicht liegt bei starken 6,6 t.

 

Als weitere Variante der Baureihe soll im Frühsommer der Nova M das Portfolio ausweiten, die kürzere Version kostet wohl 2.000 Euro weniger. La Strada produziert mit 50 Mitarbeitern nicht mehr als 325 Reisemobile im Jahr und hat sich in der nunmehr 35 Jahre rein in die Vergangenheit reichenden Unternehmensgeschichte eine äußerst treue Kundenschar im Markt erobert. (ampnet/TX)

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