Laurin & Klement W-12:


An ein kaum bekanntes Kapitel des Vorläuferunternehmens Laurin & Klement erinnert Skoda in seinem Werksmuseum. Dort steht aktuell als Leihgabe des tschechischen Nationalmuseums ein W12-Flugzeugmotor. Ein L&K-Lorraine-Dietrich 450 von 1926. Der 24,4-Liter Motor wurden in den 1920igern am Stammsitz in Mladá Boleslav in Lizenz gebaut.

Laurin & Klement W-12

Skoda


Die Geschichte des Autoherstellers, der als Fahrradproduzent begann, ist eng mit der Entwicklung der Luftfahrt im Land verbunden. Der erste begeisterte Flieger, der in seinem selbst konstruierten Fluggerät einen modifizierten Automobilmotor von L&K verwendete, war Metoděj Vlach. Allerdings schaffte die Konstruktion nur kurze Hopser statt eines Fluges.

 

Erfolgreicher war der damalige Chefkonstrukteur des Herstellers, Otto Hieronimus. Der Ingenieur arbeitete ab 1909 an der Entwicklung eines ersten vornehmlich für die Luftfahrt bestimmten Motors in Österreich-Ungarn, und sorgte für einen historischen Meilenstein: Am 15. April 1910 um 17:00 Uhr absolvierte Otto Hieronimus als erster Mensch auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik einen erfolgreichen Flug mit einem Gerät, das schwerer als Luft war. Dabei wurde sein Flugzeug vom Typ Bleriot von dem in Mladá Boleslav entwickelten Motor L&K Typ EL angetrieben. Auf der Pferderennbahn in Chuchle bei Prag hielt sich der fliegende Ingenieur 2:26 Minuten in der Luft und legte dabei eine Entfernung von rund 200 Metern zurück. Der L&K-Antrieb besaß einen Motorblock und ein Kurbelgehäuse aus Aluminium mit Blech verkleideten Gusseisenzylindern. Von diesem Triebwerk entstanden nur drei Stück, da die Fertigungskapazität von Laurin & Klement damals bereits durch zahlreiche in- und ausländische Aufträge gut ausgelastet war.

 

Die Weltwirtschaftskrise direkt nach dem I. Weltkrieg betraf auch Laurin & Klement. Die Unternehmensleitung entschied sich, die Anlagen durch den Bau von modernen Flugmotoren auszulasten. L&K hatte 1924 vom französischen Automobil- und Flugzeughersteller Lorraine-Dietrich zwei Lizenzen erworben und stellte in Mladá Boleslav neben einem 400 PS starken Achtzylinder als Topversion einen Zwölfzylinder mit 450 PS her. Dieser zeichnete sich durch die W-Anordnung aus. Die Höchstleistung von 450 PS erreicht das Triebwerk bei 1.850 U/min. Der Verbrauch des Zwölfzylinders lag bei 240 g Kraftstoff plus 12 g Öl pro PS und Stunde.

 

Die Motoren wurden u.a. von den tschechischen Flugzeugen Letov S-12 und SB-16 genutzt. Exporte gingen nach Litauen und die Türkei. (ampnet/SW)

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