„Lucy“ lässt es fliegen.


Dass nicht nur Tesla, sondern auch E-Autos von Autoherstellern Spaß machen können, beweist BMW mit dem Prototypen Power BEV, der auf den schönen Spitznamen „Lucy“ hört. Auf Basis einer Limousine der 5er-Reihe haben die bayrischen Entwickler hier eine Hochleistungslimousine aufgebaut, die das Potential des elektrischen Antriebs belegen soll.

BMW Power BEV

BMW


Mit einem E-Motor vorn und zwei E-Motoren an der Hinterachse leistet der optisch vom normalen 5er kaum unterscheidbare Versuchsträger mehr als 720 PS. Das max. Drehmoment liegt bei rund 1.150 Nm. Damit spurtet die Limousine in weniger als 3 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 250 km/h.

 

Die überragende Längsdynamik ist übrigens mehrfach reproduzierbar. Selbst bei forciertem Fahrstil sei es, so die Entwickler aus München, praktisch unmöglich, eine Leistungsreduzierung der Batterie zu erzielen. Eine komplette Runde auf einer Rennstrecke sei so ebenfalls drin.

 

Und dort lässt sich auch der zweite Vorzug des Power BEV erleben: Die extreme Querdynamik. Zwar macht sich das Gewicht von stolzen 2.410 kg durchaus bemerkbar, andererseits erlauben die zwei E-Motoren an der Hinterachse eine extrem präzise, blitzschnelle Momentenverteilung, mit der sich das Auto in der Kurve perfekt positionieren lässt.

 

Um mit den enormen Kräften fertigzuwerden, haben die Ingenieure auf Achskomponenten der 7er-Reihe zurückgegriffen. Die Batterie ist mit 45 kWh übrigens klein ausgefallen. Genau richtig für einen Prototypen.

 

Von außen ist der Prototyp für den Laien nur an der auffälligen Tarnfolie zu erkennen und noch an dem Aufkleber „Electric Test Vehicle“. (ampnet/TX)

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