Mazda legt den E-Schalter um.


Wem bei dem Wort „Kodo“ furiose Trommler in den Sinn kommen, der liegt zwar nicht falsch, aber wenn es um Autos geht, sollte er eher an Mazda denken. Nach deren Lesart bezeichnet der Begriff die „Seele der Bewegung“ und benennt damit die Design-Prinzipien, nach denen unter anderem die Studie KAI Concept entstand. Vorbild des neuen Mazda 3.

Mazda Vision X

Das Kompaktsegment ist noch immer das mit dem größten Wettbewerb. Technisch werden sich die Fahrzeuge immer ähnlicher. Hubraum und Leistung, Komfortmerkmale und die Ausstattung mit Assistenzsystemen unterscheiden sich nur noch minimal, weshalb dem Design eine immer größere Bedeutung zukommt. Im Unterschied zu anderen Herstellern, wo neue Entwürfe überwiegend am Computer generiert werden, setzt Mazda dabei auf manuelle Gestaltungskraft.

 

Mazda nimmt für sich in Anspruch, dass die Formgebung nicht Mittel zum Zweck ist, sondern der Begriff „Design-Philosophie“ seinen Punkt auf dem zweiten Wortteil findet. Gern werden die Maximen des Pkw-Stylings dort deshalb mit tiefgreifenden immateriellen Werten beladen, es geht um die Harmonie, Balance, Vitalität und den Rhythmus. „In der japanischen Kultur ist die Verbindung zwischen den Menschen und ihren Werkzeugen fest verankert“, erklärt Chefdesigner Ikuo Maeda. „Daher strebt Mazda danach, Fahrzeuge zu entwickeln, die dies verkörpern“. Die aktuelle Modellpalette soll „die Dynamik von Lebewesen einfangen“.

 

Dass Mazda mit so einem emotionalen Design das Segment aufmischen will, ist mutig, zumal die Musik inzwischen woanders spielt. Mehr als die Hälfte der Neuzulassungen macht die Marke inzwischen auf dem SUV-Sektor. Ebenfalls über die Hälfte machen die Privatkunden aus, weshalb der Dieselanteil im letzten Jahr seinen Sinkflug fortgesetzt hat: Nur noch 18,2 Prozent der deutschen Kunden entschieden sich für Selbstzünder. Dennoch werde es ab 2020, so Deutschland-Geschäftsführer Bernhard-Kaplan, eine neue Diesel-Generation geben.

 

Auf alternative Antriebe wird man bei Mazda noch etwas länger warten müssen. Das erste batterie-elektrische Fahrzeug ist erst für Ende 2019 avisiert. Allerdings geht es dabei nicht um die Verstromung eines bereits vorhandenen Modells, sondern um ein komplett neues Produkt. Wer mit einem Kleinwagen rechnet, ist damit auf der sicheren Seite. Wenn der Wagen einen Range-Extender bekommt, meldet sich ein alter Bekannter zurück: Der Wankelmotor, bei Mazda Rotary-Engine genannt... (ampnet/TX)

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