Recycling wird wichtigste Lithium-Quelle.


Scheitert die Batteriezellen-Produktion an Rohstoffmangel? Mit dieser Frage befasste sich das Öko-Institut im „Fab4eLi-Projekt“ mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Gesucht wurden Lösungen entlang der Wertschöpfungskette Lithium-Ionen-Technologie, die in eine Groß-Serienfertigung von Batteriezellen einfließen sollen.

Fab4eLi-Projekt

Fab4eLi-Projekt


Die „Terra E-Holding GmbH“ koordiniert das Projekt einzig mit dem Ziel, in Deutschland eine Fertigung von Batteriezellen mit einer Leistung von 8 Gigawattstunden. Weltweit rechnet die Studie mit einem Zuwachs an elektrischen Fahrzeugen bis 2050 auf 80 Prozent, max. gar 100 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge. Dafür wären ca. 220 Gigafabriken für 6.600 Gigawattstunden nötig, die Lithium, Kobalt und Nickel verarbeiten.

 

Bei diesem Szenario sieht das Öko-Institut kaum Einschränkungen für eine Zellenproduktion in Deutschland. Falls die Lithium-Ionen-Zellen die Speichertechnologie der Wahl für E-Modelle bleiben, werde der Bedarf bis zum Jahr 2050 weiter wachsen, prognostiziert Dr. Matthias Buchert, Experte für Nachhaltige Rohstoffe am Öko-Institut, wenig überraschend. Angesichts der aktuell bekannten globalen Reserven für Lithium (16 Mio. Tonnen), Kobalt (7,1 Mio. Tonnen) und Nickel (74 Mio. Tonnen) erwartet der Öko-Experte generell keine Verknappung dieser Rohstoffe. „Bei der dynamischen Entwicklung der Elektromobilität, kann es aber für einzelne Rohstoffe zum zeitlichen Engpass kommen“, so Dr. Matthias Buchert.

 

Welche Anteile der Wertschöpfung der E-Mobilität zukünftig in Europa, und vor allem in Deutschland realisiert werden, sieht das Öko-Institut als eine politische Frage, die die EU-Kommission und die Bundesregierung beantworten müsse. Bisher werden in Europa und auch von deutschen Unternehmen zwar Batterien, aber nur wenige Batteriezellen produziert. Die müssen überwiegend bei asiatischen Herstellern zugekauft werden. Europäische und deutsche Unternehmen sind von externen Zulieferern und deren Rohstoffversorgung abhängig. Gleichzeitig bestimmt aber die Batteriezelle maßgeblich über die Leistungsfähigkeit des Systems und ist das entscheidende Differenzierungsmerkmal in E-Fahrzeugen. (ampnet/TX)

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