Skoda 200 RS:


Anfang der 70iger erkannte Skoda in Mladá Boleslav, dass bei großen Rallyes gegen die internationale Konkurrenz mit Motoren bis zu 1.300 ccm Hubraum, wie im Skoda120 S Rallye, keine Erfolge mehr möglich sein würde. Wollte man bei der Musik bleiben, brauchte man ein Rallye-Fahrzeug mit entsprechend großem Hubraum.

Skoda 200 RS

Skoda


Am Ende brachte dann doch ein 1.300 ccm Motor den Erfolg.

 

Als Basis für die Umsetzung dieses anspruchsvollen Projekts diente das Skoda110 R Coupé mit dem Alu-Motor S 720. Dieser verfügte über eine moderne OHC-Ventilsteuerung, außerdem nutzten die Konstrukteure die beim Aufbau des Skoda120 S Rallye gewonnenen Erfahrungen. Erste Prototypen waren 1971 fahrbereit, Sie steckten in den Karosserien des S 1000 MB und des S 100 L. Und zu Testzwecken bauten die Tschechen das 5-Gang-Getriebe aus dem Tatra 603-2 ein.

 

Die Hauptverantwortung für die Karosserie trug der Konstrukteur sowie Pilot Jiří Šedivý, der den S 110 R B5 für die Saison 1973 aufbaute. Das Dach des Fahrzeugs war um 7,5 cm tiefer gelegt, die Windschutzscheibe entsprechend kleiner. Dach und Fronthaube wurden aus 0,7 mm dickem Alu gepresst. Insgesamt wog das Auto 85 kg unter der Serie.

 

Das Skelett des S 110 R bildete die Basis des neuen Rallye-Coupés. Hier wurde der Sicherheitskäfig integriert, welcher die Torsionssteifigkeit erhöhte. Der Vorderwagen wurde optimiert, dass ein Luftröhrenkühler mit Ausströmungsöffnungen an der Fronthaube eingebaut werden konnte. Zudem setzten die Konstrukteure auf einen Frontspoiler, den sie damals schließlich als „Auftriebsstörer“ bezeichneten...

 

Zusätzlich zu Alu-Dach und -Fronthaube kam noch eine Motorhaube aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die es erlaubte, das Heck des Coupés mit Lüftungsöffnungen zu versehen und den Flügel mit Abrisskante zu modellieren. Besonders auffällig waren die verbreiterten Kotflügel: In den Radhäusern fanden schließlich recht breite Pneus ihren Platz.

 

Das S 720-Triebwerk ermöglichte es, den Hubraum variabel zu halten, was die Konstrukteure auch entsprechend ausnutzten. Der kleinere der Vierzylindermotoren hatte 1.772 ccm, der größerer 1.997 ccm. Und die Modellbezeichnung ergab sich jeweils aus dem Hubraum. Und dies ist bis heute in vielen Pkw-Bereichen so geblieben! (ampnet/TX)

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