Skoda testet Drohne am Stammsitz.


Skoda testet am Stammwerk in Mladá Boleslav eine Drohne, die in der Lage ist, Behälter in den Außenbereichen aus der Luft zu identifizieren und zu zählen. Die Drohne ist in Zusammenarbeit zwischen der Skoda Markenlogistik und der tschechischen Firma Robodrone entstanden und ebnet den Weg, um eine drohnengestützte Inventur künftig umzusetzen.

Drohne

Skoda


Das auf dem Modell Kingfisher des Unternehmens basierende Gerät fliegt mit 6 Rotoren bis zu 20 km/h schnell und trägt bis zu 5 kg Nutzlast. Während der aktuellen Testphase erfasst die Drohne 3-mal täglich die Anzahl leerer Behälter auf den Außenflächen einer Werkshalle in Mladá Boleslav. Danach werden die Daten automatisch an die IT-Systeme der Logistikabteilung übermittelt und können dort weiterverarbeitet werden.

 

Da sich die Standorte der Behälter per GPS nicht exakt genug ermitteln lassen, ist die Drohne mit Lidar-Technologie zur hochpräzisen optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung ausgestattet. Dieser Sensor macht bis zu 300.000 Bilder pro Sekunde. Die Drohne navigiert anhand einer 3D-Karte, die auf Basis dieser Technologie entsteht. Gleichzeitig erkennt und zählt das Gerät die Behälter aufgrund nur von Algorithmen.

 

Bislang ist eine solche Technologie nicht verfügbar. Skoda entwickelt die Algorithmen deshalb gemeinsam mit Robodrone Industries passgenau für diese Anwendung. Insgesamt investierte der Automobilhersteller rund 200.000 Euro in das Pilotprojekt. Mittelfristig wird die Drohne nahtlos in den Regelbetrieb eingebunden, und in der nächsten Entwicklungsphase erhält der Kingfisher dann auch ein eigenes „Nest“: Dann steuert das batterieelektrisch angetriebene Gerät komplett autonom eine Ladestation an. Diese verfügt dann auch über eine Wetterstation, mit deren Hilfe die Drohne kurzfristig mit Informationen zum Wetter versorgt wird. (ampnet/TX)

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