Verkehrsprojekte in Modellstädten.


Mit rund 130 Millionen Euro finanziert der Bund bis zum Jahr 2020 Verkehrsprojekte zur Luftreinhaltung in den Modellstädten Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen. Die Mittel stehen zusätzlich zum „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ zur Verfügung. Maßnahmen sind der ÖPNV-Ausbau, Ticketvergünstigungen oder neue Radwege.

Zukunftsbus

Toyota


Bonn führt das „365 Euro-Ticket“ ein. Damit können Bürger für 1 Euro pro Tag auf den ÖPNV umsteigen und das Auto stehen lassen. Essen baut sein ÖPNV-Netz aus. Die höhere Taktung von Bussen und Bahnen soll für kürzere Wartezeiten und bessere Anbindung sorgen. Herrenberg setzt auf eine dynamische Steuerung. Sie soll den Verkehrsfluss und damit die Vernetzung der Bereiche Verkehrsinfrastruktur und Digitales verbessern. Mannheim errichtet ein „Micro-Hub“. Die Paketzustellungen werden durch E-Fahrzeuge in der Innenstadt klimaneutral. Reutlingen wird den ÖPNV um 10 neue Buslinien erweitern.

 

Den Städten stehen für die schnelle Umsetzung der Maßnahmen jeweils Lotsen im BMU und BMVI mit fachlicher Expertise zur Seite. Der Bund trägt im Durchschnitt 95 Prozent der Gesamtkosten der Projekte. Die Modellprojekte werden wissenschaftlich begleitet und hinsichtlich des NO2-Reduktionspotenzials ausgewertet. Bei wirksameren Maßnahmen wird geprüft, ob sie auf andere Städte übertragen werden können. Eine erste Zwischenbilanz ist bereits fest für Sommer 2019 geplant. (ampnet/TX)

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