Virtuelle Szenarien helfen den Entwicklern.




Wenn zwei Erzrivalen gemeinsame Sache machen, dann müssen die Gründe dafür mehr als zwingend sein. So geschehen unlängst bei BMW und Daimler. Gemeinsam will man in Zukunft die Bereiche wie virtuelles Fahren, E-Mobilität und Carsharing weiterentwickeln. Mittlerweile hat die Industrie erkannt, dass die Aufgaben alleine kaum zu stemmen sind.

 

Immer mehr Hersteller setzen auf virtuelle Tests. Ausgeklügelte Software lässt Hunderte von Computern rund um die Uhr die unterschiedlichsten Fahr- und Verkehrssituationen berechnen. Wie erkennen Radar, Lidar oder Kameras Verkehrsschilder und andere Verkehrsteilnehmer auch bei Dunkelheit, Nebel, Schnee oder Regen? Die Rechner-Legionen werden von den üblichen Sensoren mit Informationen versorgt und führen die Entwickler schneller und zielsicherer weiter als bisher. Denn auch die Innovations- und Modellzyklen werden immer schneller.

 

Die führenden Köpfe der Branche haben sich jetzt in Darmstadt zum Kongress getroffen, um über die Zukunft der Automobilentwicklung zu diskutieren. Gastgeber war das Karlsruher Familienunternehmen IPG, das mit Werkzeugen wie dem Car-Maker den Weg zum Auto schneller und kostengünstiger macht. Rund 500 Entwickler aus den Führungen der Autobauer bis hin zu Entwicklungschefs namhafter Autokonzerne persönlich hatten sich zu dem Gedankenaustausch eingefunden.

 

Felix Pfister, Entwickler bei IPG, nennt konkrete Herausforderungen für die Industrie. Bis 2030 müsse man das 3,0-Liter Auto realisieren, denn der Schadstoffgrenzwert für CO2 sinkt dann um 37 Prozent im Mittel der Flotte. Wer das Ziel nicht erfüllt, wird mit kräftigen Strafen belegt. Nach Untersuchungen liegt die Differenz zwischen den heutigen Fahrzyklen im Labor und der Realität bei rund 50 Gramm, statt 120 stoßen die Autos auf den Straßen 170 Gramm je Kilometer aus. Schon 2021 sollen daher Messanlagen den realen Verbrauch ermitteln und speichern. Und beim nächsten Werkstattaufenthalt werden die Daten gelesen, anonymisiert sowie an die verantwortlichen Behörden weitergeleitet.

 

Auch bei der Vorbereitung auf die neuen Bestimmungen hilft Kollege Computer kräftig mit. Diese Testfahrten laufen virtuell ab, bei manchem Hersteller seien dafür bis zu 1.000 Rechner am Werk, die ca. eine Million Versuche fahren, sagt IPG-Geschäftsführer Steffen Schmidt. (ampnet/TX)

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