Volkswagen T-Roc Cabrio: Kleines SUV einmal luftig!


Diesen Kalauer konnten und wollten sich die Dichter in der PR-Abteilung auf keinen Fall verkneifen: „Im Frühjahr 2020 startet Volkswagen eine SUV-Offen(!)sive“ formulierten sie inkl. Ausrufezeichen zwischen „Offen“ und „sive“ anlässlich der ersten Vorführung des VW T-Roc Cabriolets in kleinem Kreis. So waren mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Volkswagen T-Roc Cabrio

Volkswagen


Zunächst für die lange erwartete Ankündigung, dass der Konzern 2020 im boomenden SUV-Segment weltweit auf allen Märkten einen Vorstoß mit dann insgesamt 20 Modellen eröffnen will, inkl. der Serienversion der erstmals in Schanghai gezeigten Studie ID Crozz, dem ersten E-SUV. Zuvor soll aber das künftige T-Roc Cabrio die Aufmerksamkeit erhalten.

 

Das Modell markiert, nachdem der offene Evoque von Land Rover nicht mehr ist, eine Besonderheit: Es wäre das einzige erhältliche Fahrzeug in der Kategorie der SUV, dessen Dach sich bei Bedarf öffnen lässt. Da sein Verkauf aber erst 2020 beginnen wird, ist noch nicht abzusehen, ob dem Wolfsburger diesen Ruhm bis dahin nicht jemand wegschnappt...

 

Wie auch immer, die Öffentlichkeit sieht das Fahrzeug erstmals auf der IAA in Frankfurt. Und die Chancen des T-Roc Cabrios stehen gut, dass es als würdiger Nachfolger der VW Cabrios aus jüngerer Zeit wie Golf, Beetle und EOS zum begehrten Objekt von Frischluftfans werden wird. Zwar trägt das offene SUV ganz unverkennbar die nüchtern-sachlichen Gesichtszüge der VW-Familie, doch dem Designteam um Klaus Bischoff ist es gelungen: Sportlichkeit, Emotionen und mehr Charme ins Blech zu schneidern. Dabei bestehen die Vorteile eines SUV weiterhin: Einfacher und müheloser Einstieg sowie erhöhte Sitzposition. Wie es sich für ein Cabriolet klassischer Schule gehört, trägt das T-Roc Cabriolet ein recht strapazierfähiges Stoffverdeck, das sich sogar während der Fahrt bei bis zu 30 km/h ohne Verluste auf- und zumachen lässt. Also auch praktisch!

 

Der Preis ist aktuell noch Geschäftsgeheimnis, dies lässt den Verdacht zu, dass das SUV nicht gerade als Schnäppchen auf dem Cabrio-Markt für Furore sorgen wird. Das lässt zudem schon die vorab angekündigte Serienausstattung vermuten. Beim Abschluss des Kaufvertrags haben Kundin oder Kunde die Wahl zwischen den zwei Linien Style und R-Line. Style steht u.a. für vier wählbare Dekorvarianten im Innenraum sowie 17 Zoll-Leichtmetallräder. R-Line betont Sportlichkeit mit speziellen Sitzen, bietet serienmäßig Nebelscheinwerfer sowie ein sportliches Fahrwerk. Beiden Varianten gemein ist ein serienmäßig vorhandenes Infotainment-System mit USB- und Bluetooth-Schnittstellen. Außerdem gehören zur technischen Grundausstattung Notbremsfunktion, Fußgängererkennung, eine Multikollisionsbremse sowie ein Spurhalteassistent. Auch wenn es nicht zur typischen Cabrio-Ausstattung gehört, eine Anhängerkupplung.

 

Die Maße des Autos sind bereits veröffentlicht: 4,27 m lang, 1,81 m breit (ohne Außenspiegel) und 1,52 m hoch. Der Radstand beträgt 2,63 m. Fahrer und Beifahrer sitzen knapp 60 cm über dem Asphalt, die hinteren Passagiere noch etwas höher und genießen somit eine gute Übersicht. Der Kofferraum schluckt für einen kompakten Crossover starke 284 Liter.

 

Unter der Motorhaube arbeitet entweder ein 1,0-Liter Dreizylinder-Turbo mit 115 PS und 200 Nm oder ein 1,5-Liter Vierzylinder-Turbo mit 150 PS und 250 Nm. Beide haben ein 6-Gang-Getriebe und bringen ihre Kräfte über die Vorderräder auf die Straße. Bei der stärkeren Version ist zudem optional ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bestellbar. Diesel ist out!

 

In der geschlossenen Version kommt der VW T-Roc auf einen WLTP-Kraftstoffverbrauch von 4,9 Liter, entlässt dabei im Schnitt 111 g/km CO2 in die Luft und gehört damit zur Effizienzklasse B. Sein künftiger Cabrio-Bruder dürfte ähnlich sparsam unterwegs sein. Deshalb gibt es wohl für das Umweltbundesamt (UWB) in Dessau, das die Spezies SUV trotz des weltweit hohen Zuspruchs der Kundschaft so sehr schätzt wie der Stier die Muleta des Toreros, wenig Anlass zum Meckern... Sofern die Kritik des UWB unter Dirk Messner, der am 1. Januar 2020 die Nachfolge der bisherigen Präsidentin Maria Krautzberger antritt, wieder zur Sachlichkeit zurückkehrt. Was in diesem Zusammenhang die 2020iger VW-Offensive mit größeren SUV angeht, steht auf einem ganz anderen Blatt... (ampnet/SW)

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