VW ID 4: Antwort auf die Zukunft!


Jetzt wird es ernst für Volkswagens E-Wende. Der ID 4 ihr das erstes E-Weltauto der Wolfsburger. Das erste vollelektrische SUV tritt in Europa, den USA und in Asien im noch dazu weltweit größten Marktsegment, bei den Kompakt-SUV an. Und das gleich mit zwei Batteriegrößen sowie E-Motoren in drei Leistungsstufen.

VW ID 4

Volkswagen


Der VW ID 4 verfügt vom Start weg über das AR-Head-up-Display, das Anzeigen und die Fahrhinweise in die reale Umgebung direkt integriert. Wenn auch vorerst nur als ein Teil des Infotainment-Pakets „Plus“ in den beiden Topausstattungen „Tech“ und „Max“, doch der Effekt ist einfach nur verblüffend. Kündigt etwa das serienmäßige Navi eine Kurskorrektur an, schwebt plötzlich ein kleiner bläulicher Richtungspfeil weit vorne in der Frontscheibe, der immer größer und transparenter wird, und dann verschwindet, wenn der Abbiegepunkt erreicht ist. Gleiches gilt für einen Zielpunkt, dessen Fähnchensymbol auf den Fahrer zu schwebt. Ob die virtuellen Fahrbahnsignale mehr futuristische Fun-Facts oder ernsthafte Produktvorteile darstellen, entscheidet jeder Kunde ganz allein für sich!

 

Der ID 4 ist ein stattlicher Crossover mit bulligem Bug und Body, der mit 4,58 m Länge etwas größer als der VW Tiguan ausfällt, mit dem 2,77 m Radstand im Innenraum aber fast die Geräumigkeit eines VW Touaregs bietet. Die leicht erhöhten Sitze ermöglichen einen bequemen Einstieg für alle Passagiere sowie eine gute Übersicht. Der Kofferraum schluckt 543 Liter, nach Umklappen der Lehnen sogar 1.575 Liter dachhoch. Was fehlt, eine verschiebbare Rückbank. Serie ist dafür die Dachreling, darf der ID 4 dort bis zu 75 kg aufpacken, und dazu 1.000 kg an den optional schwenkbaren Anhänger packen.

 

Geschäumte Flächen in der Instrumententafel, gepolsterte Armauflagen, weiche Türbrüstungen samt der Kontrastnähte, Ambientebeleuchtung, Pianolack und Kunstleder-Velours-Sitzbezüge für einen wertigen Look. Bis auf die Lederummantelungen der Lenkräder sind sämtliche Bezüge übrigens aus „tierfreien“ Materialien. Je nach Ausstattung gehören auch 12-fach elektrisch einstellbare AGR-Sitze mit Massagefunktion dazu. Ein über das gesamte Dach reichende Panoramafenster inkl. elektrischer Jalousie (Design-Paket „Plus“) sorgt für jede Menge Licht im Innenraum.

 

„Hallo ID“ ist natürlich auch wieder mit an Bord. Inzwischen versteht das System viele alltägliche Begriffe und zapft online Informationen aus der Cloud an. Multimedia und Infotainment sind beinahe eins zu eins aus dem ID 3 und/oder Golf übernommen.

 

Was schon nach wenigen Kilometern auffällt, ist der leichte Fuß, mit dem der Stromer unterwegs ist. Und das bei immerhin deutlich mehr als 2,1 t Lebendgewicht. Doch der Modulare Elektrobaukasten (MEB) zwischen den Achsen, in dessen Alu-Rahmen wahlweise 9 oder 12 Batteriemodule stecken, wiegt mit zusätzlichen 344 respektive 493 kg nicht nur schwer, sondern sorgt auch für einen tieferen Schwerpunkt und damit für eine gute Fahrdynamik und fast ausgeglichene Balance. So zieht der Koloss unbeirrt seine Bahnen, unterstützt vom gekonnt abgestimmten Fahrwerk, das ebenso komfortabel wie spurlos Asphaltabrisse, Bahnübergänge und selbst übelstes Kopfsteinpflaster glatt bügelt. Sportliche Ausritte sind mit E-Fahrzeugen zwar weder empfohlen noch sinnvoll, doch wenn es einmal schneller durch die Kurve gehen sollte, halten adaptive Dämpfer und die Progressivlenkung den ID 4 jederzeit sicher auf Kurs. Auch eine feinstufige Profilauswahl in „Eco“, „Comfort“, „Sport“ und „Individual“ gibt es, was die Charakteristik von E-Maschine, Dämpfer und Lenkung noch einmal weiter zwischen Abrollkomfort sowie strafferem Handling spreizt.

 

Anders als die Energiespeicher ist die Antriebsmaschine des VW ID 4 ein Leichtgewicht. Der PSM-Motor wiegt inkl. Getriebe gerade mal 90 kg und passt in eine Sporttasche. Entsprechend platzsparend liegt diese Maschine wie einst beim „Käfer“ im Heck auf der Hinterachse. Es gibt zunächst drei Leistungsstufen mit 148 PS, 170 PS oder 204 PS. Die ersten beiden Varianten sind mit der kleineren 52 kWh Batterie mit bis zu 348 km Reichweite gekoppelt, entwickeln 220 Nm respektive 310 Nm und sollen WLTP-Durchschnittswerte von 16,7 bis 19,2 kWh erzielen. In Deutschland werden sie aber erst im Laufe des ersten Halbjahres 2021 ausgeliefert. Vorerst wird es den VW ID 4 allein nur mit der stärkeren E-Maschine sowie 77 kWh Akku geben.

 

In dieser Kombination geht es natürlich munter voran. Aus dem Stand stehen 310 Nm Schub bereit, die den großen Wagen nahezu lautlos, bei energischem Tritt aufs Pedal auch vehement in Bewegung setzen. In 8,5 Sekunden sind Tempo 100 erreicht, bei 160 km/h wird abgeregelt. Nach WLTP saugt der E-Motor dabei 18,9 bis 17,7 kWh auf 100 km aus den Lithium-Ionen-Zellen. Das kommt hin. Bei unserer ersten Ausfahrt zeigte der Bordcomputer eine Akku-Reichweite von 306 km. Wenn es gut läuft, sollen mit vollen Akkus auch bis zu 520 km möglich sein. So oder so, mit dieser Range sollten Reichweitenängste kein Thema mehr sein. (ampnet/SW)

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