Lieblingsmodell von Sascha Graf Kolowrat-Krakowsky.




Der Unternehmer Alexander Graf Kolowrat-Krakowsky prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts die österreichische Filmindustrie und setzte auch als Autorennfahrer große Impulse. So gilt „Graf Sascha“ als treibende Kraft hinter dem einzigartigen Laurin & Klement RK/M, der heute zu den wertvollsten Exponaten des Nationalmuseums in Prag zählt.

 

Das sportliche Modell hatte Laurin & Klement nach der Übernahme der Reichenberger Automobil Fabrik (RAF) übernommen, später mit einem leistungsstärkeren 4,7-Liter Motor modifiziert. So verhalf die Marke dem innovativen Fahrzeug zu einer zweiten erfolgreichen Motorsportkarriere in der gerade neu gegründeten Tschechoslowakei.

 

Das sportliche Modell für „Graf Sascha“ entstand 1913. Das gut 1.400 kg schwere Fahrzeug besaß einen 4.712 ccm großen und 50 PS starken Schiebermotor. Die Kraft leitete der Vierzylinder per Lamellenkupplung an ein Vierganggetriebe, dessen höchster Gang direkt übersetzt war. Längs angeordnete Halbelliptikfedern bildeten das Fahrwerk. Hinzu kam eine Schraubenspindellenkung. Zur handbetätigten Trommelbremse für die Hinterräder kamen auch zwei Fußbremsen: Sie wirkten jeweils auf die Drehmomentübertragung. Viel neue Technik für 1913…

 

„Graf Sascha“ nutzte den RK primär für private Zwecke, 1913 und 1914 ging der begeisterte Rennfahrer damit auch bei der Alpenfahrt an den Start, dem Langstreckenwettbewerbe zur damaligen Zeit. Als dann der I. Weltkrieg ausbrach, stellte der Adelige das Fahrzeug dem Militär frei zur Verfügung. Schon 1916 hatte das Auto bereits 70.000 km absolviert, für damalige Verhältnisse eine großartige Laufleistung.

 

Mit dem Ende des Krieges fand der Wagen den Weg zurück zu seinem Besitzer, der dem Unternehmen als Aktionär freundschaftlich verbunden war. Alexander Graf Kolowrat-Krakowsky fiel es daher leicht, das Werk vom Umbau des inzwischen 8 Jahre alten Fahrzeugs zu überzeugen: Es bekam den neuen Vierzylinder-Rennmotor mit obenliegenden Ventilen und doppelter elektrischer Magnetzündung, der aus einem Hubraum von 4.713 ccm eine Leistung von 75 PS schöpfte. Nun als RK/M.

 

Die Höchstgeschwindigkeit stieg nach den Modifikationen auf bis zu 125 km/h. Es überraschte nicht, dass František Svoboda mit dem Auto in der ersten Hälfte der 1920iger zahlreiche Erfolge einfuhr. (TX)

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